Am nächsten Morgen verabredete ich mich mit Rosi, sie holte mich an dem Platz In den Bergen an dem ich übernachtete ab! In den Bergen von Pamplona war der Winter eingekehrt! Um die 0 Grad und Schnee! Vor 2 Tagen saß ich noch am Strand in Shorts und Tanktop, nun musste ich die Heizung anmachen und mich dick einmummeln, was ein Kontrast!


Der Weg zu Ihr war ziemlich abenteuerlich, auf ganz schmalen Wegen mit dem Dicken war ich gut am schwitzen, es ging super steil bergauf und bergab, aber Hurley meisterte alles souverän, zwar im Schneckentempo, aber dass ich mir damals keinen Rennwagen oder eine Bergziege gekauft hatte war mir klar! Das Internet viel immer wieder aus, und ich war froh das Rosi vorneweg fuhr! Ich überquerte auch 2 x die französische Grenze! Rosi sagte mir später dass es dort früher einmal eine alte Schmugglerroute war, auf der Menschen geschmuggelt wurden die vor der spanischen Diktatur flohen, das sollte ein paar Tage später noch eine Rolle spielen für mich!

Als ich bei ihr ankam stellte ich mich erstmal auf die einzige halbwegs grade stelle auf ihrem Hof, mitten auf dem Weg auf dem einige Pilgerer und Spaziergänger vorbeikamen! Internet? Fehlanzeige! Ein absolutes Funkloch! Ich konnte nicht mal das Navi benutzen um da wieder raus zu kommen! Ich verbrachte also das Wochenende bei Ihr, und konnte seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder eine Badewanne benutzen, was ich auch ausgiebig tat! Es war echt schön sie nach all den Jahren wieder zu sehn!
Nach dem Wochenende bin ich nochmal in de Werkstatt gefahren damit ein bremszylinder getauscht werden konnte, danach machte ich mich dann auf den Weg nach Irun , warum ich nicht direkt wieder da hoch gefahren bin um nach Frankreich zu fahren weiß ich bis heute nicht! Auf jeden Fall wollte ich noch eine Nacht in Spanien übernachten um dann am nächsten morgen nach Frankreich zu fahren! Das Problem war nur dass der Platz den ich mir ausgesucht hatte total am Hang lag und ch so hätte nie schlafen können, also dachte ich, scheiß drauf fahr direkt nach Frankreich! Gesagt getan, in Irun fand dann aber mein optimistischer Ausbruch ein jähes Ende! PCR Test bitte, sonst kein Frankreich! Die wollten ungelogen 150 euro für so nen beschissenen test, für das geld fahr ich 2 x durch Frankreich! Nix da dachte ich mir, und beschloss die Schmugglerroute zu nehmen von der Rosi mir erzählte! Habe ich schonmal erwähnt dass ich Frankreich nicht sonderlich mag?
Die Fahrt zurück war mehr als abenteuerlich, sie führte mich über die unglaublichsten Bergserpentinen die man sich vorstellen kann, im ersten Gang mit 15 KM/H rauf, und etwa genauso schnell wieder mit Motorbremse runter damit die Bremsen nicht glühten! Nach gefühlten 3 std kam ich aber wieder bei ihr in der nähe an, und konnte unverrichteter Dinge dort über die Grenze fahren! Das ist dann Mautfrei in Spanien !
Ich suchte mir etwa eine stunde landeinwärts einen Platz zum übernachten, und dachte mir nur so schnell wie irgend möglich in die Schweiz kommen! Und wieder schlief ich total erschöpft ein, diesmal allerdings in Frankreich! Ich hörte von vielen das auf Mautstrecken an den Mautstellen Tests verlangt wurden, also war klar, nicht nur aus finanzieller Sicht, dass ich Mautfrei bleibe! Dass ich das noch verfluchen würde, war mir da noch nicht klar! Ich hatte auch während der Fahrt mit einer Bekannten Kontakt die auch aus Spanien unterwegs in die Schweiz war, und wir tauschten unsere Erlebnisse an den Grenzen miteinander aus, sie fuhr allerdings an der Ostküste Spaniens los und war vor mir in der Schweiz!

Als ich am nächsten morgen losfuhr nahm ich mir ein sehr ambitioniertes Ziel von knapp 750 km vor! 10 std Fahrt lagen vor mir! Ich wollte schnell in die Schweiz kommen! Die Fahrt ging eigentlich da viel Strecke davon Mautfreie Autobahn war, die Strecke am nächsten Tag machte da schon mehr Kopfschmerzen! Ich kam irgendwann spät Abends irgendwo in Frankreich an, und hielt an einem See und schlief fast postwendend ein! Am nächsten Morgen fuhr ich recht früh los, hatte mir auch schon einen Schleichweg in die Schweiz rausgesucht falls es an der Grenze Probleme geben sollte! Ich erfuhr aber von meiner bekannten dass die einreise in die Schweiz bei Genf komplett Problemlos verlief! Die erste Hälfte der Fahrt war noch Ok, dann kam ich aber der Schweiz und ab Macon etwa wurde es zu einer Tortur ! Nur noch Berge , Serpentinen und alles maximal im dritten Gang, vorzüglich der erste und etwa 15 km/h! Ich war fix und fertig! Das ewige geschalte, und die Schlange an autos hinter mir machten mich echt mürbe! Ich musste mir ja auch noch eine Vignette besorgen und als ich von einer dieser Serpentinen runter kam stand ich plötzlich vor dem Mont Blanc! Ein epischer Anblick! Aber ich hatte kaum Zeit zum staunen, die Schweiz war nicht mehr weit entfernt!

Also nichts wie ne Vignette besorgen und ab in die Schweiz! Um über die Grenze zu fahren, musste ich etwa 3 km autobahn fahren, was am Ende 15 euro Maut gekostet hat, die spinnen doch die Franzosen! An der Grenze wurde ich natürlich nicht einfach durchgewunden, die wollten ganz genau alles wissen, ließen mich dann aber nach ner halben stunde durchfahren! Ab jetzt gab es nur noch Autobahn bis nach Au , und ich zog es tatsächlich durch und fuhr bis an den Bodensee! 14 std für knapp 850 km! ICH WAR IM ARSCH!!!!! Ich bin tatsächlich mit meinem dicken in 36 std von Pamblona bis an den Bodensee gefahren, unfassbar!
Da es mitten in der Nacht war, habe ich mich erstmal auf einen Parkplatz bei einer Kirche gestellt! Ich wollte nur noch schlafen! Konnte ich aber nicht, mein Hirn musste das alles erstmal verarbeiten und so ratterte es noch eine weile bis ich einschlief!
Am nächsten morgen Kontaktierte ich dann Tobi dass ich da wäre, und wir trafen uns dann am Tattoo Studio!
Wie es dann in der Schweiz weitergeht erfahrt Ihr dann im nächsten Blog
Vielen Dank fürs lesen und eure Treue
Ahoi und guuuude
Justin
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