Kapitel 25 „ Das Camp verändert sich“

Am Anfang des Dezembers ist nicht viel passiert, so ist das halt während eines Lockdowns, aber das kennt ihr vermutlich selber aus eurer eigenen Zeit! Man lebte vor sich hin, ging ab und zu mal einkaufen, an schönen Tagen fuhr man mal an den Strand in Faro und saß in der Sonne rum! Zum baden allerdings viel zu kalt! Die Zahlen stiegen auch langsam in Portugal wieder, und so versuchten alle das beste aus der Zeit vor Ort zu machen! Im Camp gab es ab und zu mal ne Party, die Bewohner des Camps hatten sich mittlerweile auch gewandelt zum ersten Lockdown im Sommer! Es waren vermehrt jüngere Leute da, die natürlich extrem Party hungrig waren! Und so gab es öfter mal stress wegen zu lauter Musik im Camp! Ich meine, ich drücke ja auch nicht jedem die Musik in de Ohren die ich gut finde, ohne zu fragen ob sie sie hören wollen! Aber bei den Leuten im camp die nachträglich ankamen war das ein reden gegen eine Wand! Sie wollten nur ihren Spaß, und alles andere war egal! Aber ich muss gestehen, wenn ich an meine zeit mit Anfang 20 zurück erinnere, war ich da auch nicht anders, auch wenn es mich zusehend mehr nervte!

Die gesamte Stimmung im Camp war nicht mehr so wirklich gut, es bildeten sich Gruppen, und ab und zu eskalierte es auch etwas! Irgendwas musste sich auf kurz oder lang ändern für mich, nur wie und was?

Ich während dieser Zeit auch öfter mal zum Zahnarzt gefahren, um die ausgeschlagenen Zähne vom Unfall machen zu lassen! Implantate kamen aus Kostengründen nicht in frage, und so wurde es dann eine Prothese, die um ein vielfaches günstiger war als in Deutschland! Endlich konnte ich wieder lächeln! Das war mein Weihnachtsgeschenk für mich!

Da ich dieses Jahr beschloss nicht nach Deutschland zu fliegen über Weihnachten, und Weihnachten und Neujahr im Camp zu verbringen wegen der ganzen Corona Situation, war ich am überlegen was ich an Weihnachten machen könnte! Bevor ich aber irgendwo hinfahren konnte , musste ich meinen Bus reparieren! Denn der sprang nämlich nur schwer an, bzw ging immer wieder aus während der Fahrt! Ich hatte keine Ahnung was das sein könnte! Ich fuhr auch mal in eine Werkstatt, aber die konnten den Fehler auch nicht wirklich finden! Irgendwann hatten sich Nico und Marla angekündigt über Instagram, dass sie beide gerne ein Tattoo von mir hätten! Wie sich herausstellte, hatte Nico etwas plan von Autos, und meinte dass es gut sein könnte dass ich Luft im Dieselsystem haben könnte! Er hatte das grade selber bei sich, und die Analyse stimmte dann auch! Nur finde mal den Schlauch mit dem Loch darin! Ich bat ihm an, wenn er das Problem lösen würde, ich ihn dafür tätowieren würde! Deal, abgemacht!

Also saßen wir 2 Tage unter dem Bus, und suchten das Problem, was sich nach einer Weile auch fand, es waren 2 kurze Schläuche am 2ten Dieselfilter direkt unter dem Vorderardkasten, zack getauscht und er leif wieder einwandfrei! Ihr könnt euch nicht vorstellen was das für eine Erleichterung war, wieder normal mit Hurley fahren zu können!

Ja, man muss nicht immer alles selbst machen können, und es kann reichen Menschen zu finden die einem helfen können, was mir in Portugal, und auch später auf meiner Reise immer öfter passiert ist, wofür ich unendlich dankbar bin!

Also tauschte ich meine Schuld ein, Nico bekam sein Tattoo und Marla dann später auch!

Chrissi hatte sich auch mal wieder angekündigt, er wollte Weihnachten auch in Portugal verbringen, und lud mich ein dann Ende Dezember mit ihm und seinem Kumpel Ivan zusammen zu sein , und irgendwo an der Algarve in einem gemieteten Häuschen die Weihnachtstage zusammen zu verbringen! Das hörte sich für mich nach einem sehr guten Plan an! Da Chrissi, wie ihr ja jetzt vermutlich wisst, Koch ist und sich dazu bereit erklärte das Weihnachtsessen zu kochen, freute ich mich wahnsinnig darauf in Portugal lecker bekocht zu werden!

Ich kochte ja sonst immer nur selber, ging nie irgendwo essen um geld zu sparen! Dann von einem Spitzenkoch bekocht zu werden ist natürlich eine wundervolle Sache!

Also entspannte ich noch die restlichen Wochen bis Chrissi ankam, zockte etwas, schaute Fernsehen oder hing bei Totti und Momo ab! Wir fuhren auch immer mal gemeinsam zum Wäsche waschen zur nahegelegenen Tankstelle und verbanden es gleich noch mit einem Einkauf! Gemeinsam auf die Wäsche zu warten war immernoch besser als es alleine zu tun!

Wie Weihnachten ablief und was sich alles verändern sollte erfahrt ihr dann im nächsten Blog, bis dahin verbleibe ich mit blieben Grüßen!

Ahoi und guuuuude,

Justin


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