
Nach dem Wochenede beschlossen wir ans Meer zu fahren, nach all den Wochen in Moncarapacho und im Eukalyptus Wald war es mal wieder Zeit für Weite und Meer! Es würde unser aller geschundenen Seelen bestimmt gut tun! Franca fuhr erstmal wo anders hin, und Josh war dabei sein Beziehungs Ding wieder zu kitten und fuhr erstmal zu seiner Lady die nahe Faro lebte! Also waren Totti , Momo,Teresa und ich erstmal unterwegs zu einem Freund von Teresa der bei Albufeira lebte! Er hatte dort ein Stück Land, und hatte sich mit seiner Tochter ein Mobilehome auf Stelzen gebaut, da er dort auf dem Land nicht mit Fundament bauen durfte! Solche Länder gibt es einige in Portugal, sie sind auch recht günstig und nennen sich „Rustico“ , aber man darf da halt nicht drauf bauen, und nur bewegliche Heime hinstellen, alles etwas halblegal, aber es machen doch sehr viele!
Wir wurden sehr herzlich empfangen und wir machten etwas Barbecue und saßen Abends noch alle recht lange zusammen bei einigen Kaltgetränken! Es war ein wirklich netter Abend.
Am nächsten Tag wollten wir aber dann endlich ans Meer! Momo sagte, dass er einen tollen Platz kennen würde, an dem er schon stand als er grade in Portugal ankam, und würde gerne mit uns dahin! Quarteira!! Also fuhr unsere Karawane los!
Als wir dort ankamen traute ich meinen Augen nicht! Unser Platz lag auf einer leichten Anhöhe in einem kleinen Pinien Wald, keine 20 m entfernt fing der Strand an der unendlich lang erschien, weitere 50 m war dann das Meer! Man konnte quasi morgens aus dem Bus direkt zum Meer gehen und reinspringen, wenn es im November nicht doch etwas frisch gewesen wäre! Ist halt der Atlantik und nicht das Mittelmeer!

Wir suchten uns alle ein schönes Plätzchen, hingen die Hängematten auf, ließen Musik laufen, und fühlten uns alle Pudelwohl! Toller Ort, grandiose Gesellschaft, 25 Grad und strahlend blauer Himmel, was will man mehr? Dort stand auch ein unfassbar großes Expeditionsmobil, oder sollte ich Monster sagen? Es gehörte Peter! Peter war 60, kam aus Holland und lebte schon einigen Jahren on the Road, und sah aus wie der typische Althippie den man so vor Augen hat! Wir befreundeten uns alle recht schnell an und hingen immer öfter alle zusammen ab!
Mir ging es schon viel besser, auch wenn ich Lotta sehr vermisste! Aber die Gesellschaft von Totti,Teresa und Momo machte alles sehr viel Leichter! Josh kam uns auch ab und zu besuchen , und brachte auch irgendwann seine Perle mit, und es fühlte sich zusehends Familiärer an im Kreise guter Freunde!

Wir saßen Abends oft am Lagerfeuer , beobachteten den Sonnenuntergang der jeden Abend intensiver schien! Die Farben im Winter waren unfassbar und ein ums andere Mal saß ich Abends mit einer Träne der Dankbarkeit für dieses Schauspiel da und fühlte eine innere Wärme die ich so nicht kannte!
Ich war verliebt! In Quarteira! Natürlich war es nicht offiziell erlaubt dort zu stehen, bzw zu übernachten da es Naturschutzgebiet war! Aber der ganze Strand stand voller Camper! Ich kam hier auch im Sommer mal vorbei als ich den ganzen Tag auf Standplatz suche war und dann in dem spooky Wald gelandet bin wie ihr euch evtl erinnert! Zu der Zeit war es so voll hier, dass es unmöglich war einen freien Platz zu finden!

Im Winter waren aber weniger Urlauber unterwegs, und nur noch die ,die dauerhaft in ihren Bussen lebten, was natürlich viel übersichtlicher war! Dennoch waren einige camper, Busse und Peter mit seinem Monstertruck an dem Strand! Hin und wieder kam auch die GNR , die örtliche Polizei, vorbei und schaute nach dem rechten, sie ließen uns aber in Ruhe, und so war alles easy!

Da Totti, Momo und ich zu dem Zeitpunkt etwas perspektivlos waren, und nicht so genau wussten wie und wohin es weitergehen sollte, überlegten wir uns über weihnachten nach Deutschland zu fliegen! Mal kurz raus aus dem Tunnel, und neue Inspiration bei der Familie finden um sich dann wieder auf den Strand freuen zu können nach einem nasskaltem winter in Deutschland!
Es kam dann nur die Frage auf, wohin mit den Bussen? Sie mussten ja sicher, möglichst günstig und schnell und einfach zu erreichen sein für ungefähr 2 Wochen! Es gab am Flughafen die Möglichkeit den Bus abzustellen, aber das hätte rund 6 Euro oder mehr pro Tag gekostet, das war uns dann doch zu teuer! Aber wir hörten von einem Camp nahe Faro, auf dem man den Bus für 1,50 die Nacht abstellen konnte , das klang dann doch mehr nach unserem Budget! Wir haben den Zugang zu einer Whatsappgruppe bekommen mit der Wegbeschreibung dahin, und haben uns überlegt dort einfach mal einen Besuch abzustatten um es uns mal anzusehen! Wir hatten ja alle Zeit der Welt! Mittlerweile war es Ende November, aber das Wetter fühlte sich an wie September!
Wir fuhren also los um uns das Camp anzusehen, Totti,Momo,Josh und ich sind zusammen hingefahren! Wir hatten Walkie Talkies in den Bussen um uns unterwegs besser zu verständigen, allerdings nicht auf ein und der selben Frequenz! Momo war die Schaltzentrale, er konnte mit Totti reden , Totti aber nicht mir! Bzw konnte er mich nicht hören, ich ihn aber schon! Momo konnte aber mit mir reden und ich mit ihm, also musste Momo alles an Totti übersetzen was ich sagte! Es war ein Chaos!
Als wir dort ankamen mussten wir durch ein Steintor fahren, und wurden direkt von einem Rudel Hunde empfangen die wild bellten! Momo fuhr ganz vorne, einer musste raus um das Tor zu öffnen, aber keiner traute sich so richtig raus! Momo hatte einige Monate zuvor ein wildes Erlebnis mit wilden Hunden die ihn auf seinem Fahrrad verfolgten, somit war er dann schonmal raus das Tor zu öffnen und blieb im Bus sitzen! Unter den Hunden war eine riesen große Dogge! Die wild sabbernd bellte als wolle sie dich gleich fressen! nicht sehr einladend! Später sollte sich rausstellen dass es „Chico“ war, eigentlich total harmlos, er mochte nur keine Autos!
Also ging ich dann raus und öffnete das Tor und wir fuhren von den Hunden verfolgt in das Camp! Es lag in Faro Montenegro, nahe der Universität und dem Flughafen! Alles war sehr ich sage mal, individuell und alternativ, sehr schön! Es standen einige Vans rum die auf ihre Abholung warteten oder teilweise bewohnt waren von Leuten die dort lebten! Es gab ein großes gemeinschaftliches Küchenzelt mit Wohnecke und Ofen für den Winter, und diverse Tippis standen in einem kleinen Wald der an das Grundstück grenzte! Alles sehr einladend! Es gab auch ein Dusche dort, was uns natürlich entzückte! Also verbrachten wir die Nacht dort und saßen Abends noch mit den Bewohnern bei Lagerfeuer bei Bier und Musik!
Wie es weitergeht erfahrt ihr dann im nächsten Kapitel!
Lasst mir bitte einen Kommentar und ein Like da wenn es euch gefallen hat, das würde mich sehr freuen, ebenso über ein Abbo, so bekommt ihr jede neue Folge direkt per mail zugeschickt! Danke!!
Dann bis zum nächsten Kapitel
Ahoi und guuude Justin


Hinterlasse einen Kommentar